Vizsla

Der Magyar Vizsla ist eine Hunderasse, die als Vorstehhund in der Jagd bekannt wurde. Mit Ursprung in Asien und in Ungarn seit Jahrhunderten in der Jagd genutzt, fand die Rasse Anfang der 1920-iger Jahre in Deutschland viele Liebhaber. Ursprünglich glatthaarig ist auch eine drahthaarige Züchtung durch Kreuzung mit dem drahthaarigen deutschen Vorstehhund erfolgreich geworden. Mit dem drahthaarigen Fell ist der Hund in der Jagdumgebung besser geschützt. Familientauglich und auf Menschen bezogen ist die Züchtung erfolgreich auch ohne den großen Jagdauftritt.

Hunderasse mit viel Charakter und Charme

Magyar Vizsla Welpen eignen sich sehr gut ein anstehender Familienhund zu werden. Erzogen mit Konsequenz und Liebe sowie Einfühlungsvermögen, dankt er seiner Familie mit großer Anhänglichkeit und Treue. Eine aktive Familie, die ihn entsprechend seines Jagdhundecharakters voll mit in die Aktivitäten einbezieht, ist ideal. Seinen anerzogenen Jagdtrieb, eingebunden in eine Familie mit Spaß an langen Spaziergängen in der Natur, kann der Vizslar Welpe beim Apportieren wunderbar ausleben. Die beiden Arten mit den unterschiedlichen Fellen sind sehr selbstbewusst und in der Größe nicht sehr abweichend. Rüden werden bis 64 cm groß und die Hündinnen bis ca. 60 cm. Allerdings ist der drahthaarige Vertreter eine robustere Ausführung. Er gilt als trocken und hager, aber recht lebhaft. Sehr lernbegierig und aufnahmefähig sind die Vizsla mit ihren Spürnasen und ausgezeichneten Jagdeigenschaften. Der Körperbau ist recht muskulös und sehr schmal. Die Farben des Fells variieren von hellem Semmelgelb bis zu dunkleren Dunkelgold. Ganz kleine weiße Marken treten gelegentlich an Pfoten oder Brust auf. Ganz gefleckt ist nach Standard nicht erwünscht. Die Augen dieser Hunde passen zur Fellfarbe, wobei die ganz hellen Augen nicht beliebt sind. Ein stechender und kalter Blick passt nicht zu so einem Hund. Seine Ohren, unten gerundet, sind dicht an den Wangen und die Lefzen sind ebenfalls dichtanliegend. Die Rute trägt der Vizsla bis zur waagerechten Höhe bei Bewegung. Optisch ist der kraftvolle Körper sehr harmonisch.

Magyar Vizsla





Eignung und Pflege
der lernwillige Hund ist fährtensicher und selbst im Wasser hält er sich zielsicher. Als Schweißhund sehr gut im Einsatz und apportiert schnell und sicher. Der Einsatz als Jagdgebrauchshund ist nicht gleichbedeutend mit Wachhund. Er schlägt an aber die Wachhund Eigenschaften schlechthin hat er nicht. Schlechtes Wetter und schwieriges Gelände machen ihm nichts aus. Groben Umgang verträgt dieser anpassungsfähige Hund nicht. Seine Sensibilität und Affinität zum Menschen zu enttäuschen, ist ebenfalls nicht verhältnismäßig. Nachtragend ist der Vizsla nicht aber sein Gedächtnis an schlechte Erlebnisse und schlechte Behandlung funktioniert gut. Unter großem Stress kann er mit Durchfall reagieren, weil seine sensible Art damit nicht klarkommt. Solchen Hochspannungsmomenten und Situationen sollte der Hund nicht ausgesetzt sein. Mit seinem ausgeglichenen Wesen ist er durchaus wohnungstauglich, wenn der notwendige Ausgleich mit Bewegung und geistig anspruchsvoller Beschäftigung erfolgt. Seine Anhänglichkeit und loyale Treue sind hervorragende Eigenschaften für den Familienhund. Besonders im Umgang mit Kindern entwickelt das Tier einem enormen Beschützerinstinkt. Die Pflege ist recht einfach und ohne große Mühe durchzuführen.

Gelegentliches und fachgerechtes Krallenschneiden kann erforderlich werden. Bei guten Voraussetzungen für ein aktives Hundeleben, wird der Magyar Vizsla 12 – 15 Jahre alt.

Vizsla
5 (100%) 1 vote